Fortschritte im Projekt CIFAD III – grenzüberschreitende Zusammenarbeit geht in das letzte Projektjahr
Die jüngste Projektteamsitzung am 02.02.2026 des deutsch-polnischen Kooperationsprojekts CIFAD III zeigte deutlich: Die Entwicklung hin zu einem funktionalen und abgestimmten Einsatz- und Warnsystem schreitet Schritt für Schritt voran. Sowohl auf technischer als auch auf organisatorischer Ebene wurden zahlreiche Fortschritte erzielt.
Softwareentwicklung und Systemtests
Im Mittelpunkt der Sitzung stand die Weiterentwicklung der gemeinsamen Softwareplattform. Nach einem Abstimmungsgespräch zwischen dem Fraunhofer-Institut und der Firma Bonasoft im Dezember wurden wichtige Anpassungen umgesetzt, sodass nun Benachrichtigungen zwischen dem Landkreis Görlitz als auch den polnischen Partnern Powiat Zgorzelecki und Powiat Żarski möglich sind. Über das polnische System können künftig alle Gemeinden im Projektgebiet einzeln oder gleichzeitig alarmiert werden.
Ein gemeinsamer Systemtest zwischen den Partnern in Zary, Zgorzelec und Görlitz ist bereits geplant. Dieser soll vor dem offiziellen Test stattfinden und die finale Implementierung aller Kategorien beinhalten. Erste projektunabhängige Schulungen auf polnischer Seite fanden bereits statt; die Schulung für Multiplikatoren folgt am 21. März.
Technik und Fahrzeugbeschaffung
Auch in Sachen Technik gibt es Bewegung. Für das deutsche Einsatzfahrzeug wurde die Ausschreibung gestartet, die Vergabe ist Anfang März vorgesehen. Das benötigte Fahrzeug und die dazugehörige Technik soll bis Herbst 2026 geliefert werden. Auf polnischer Seite beginnt der Beschaffungsprozess für die Drohne im Februar oder März – eine Empfehlung von Bonasoft soll dabei die Kompatibilität mit der Software sicherstellen.
Geplante Termine
Die Termine für wichtige Trainingsmaßnahmen und die Teilnahme an der Messe stehen:
- Multiplikatorenschulung: 21. März 2026
- Endanwenderschulung: 25. April 2026
- Systemtest: 20. Mai 2026
- FLORIAN-Messe: 8. bis 10. Oktober 2026
- Abschlussübung: 16. Oktober 2026
Das Übungsszenario simuliert einen Waldbrand nahe der Grenze; Fachkräfte aus Polen und Deutschland trainieren den grenzüberschreitenden Einsatz, unterstützt durch die Integration der Warn-App.
Weitere Themen und Ausblick
Erfreuliche Neuigkeiten gab es auch aus dem Bereich Feuerwehren: Die Zusammenarbeit zwischen Bad Muskau und Leknica wurde reaktiviert und auch die Möglichkeiten zur gegenseitigen Alarmierung im Ernstfall werden geprüft.
Zudem steht noch die Abstimmung für die Montage einer Kamera am Wasserkraftwerk Pechern an. Hier sind die technischen Parameter von Fraunhofer bereits in Vorbereitung, und ein gemeinsamer Vor-Ort-Termin wird in Kürze festgelegt.
Das Projektteam zeigt sich zufrieden mit den Fortschritten – besonders, weil sich die deutsch-polnische Kooperation zunehmend durch gegenseitiges Vertrauen, klare Strukturen und eine gemeinsame Zielorientierung auszeichnet.
Das Projekt wird durch die Europäische Union aus den Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung im Rahmen des Kooperationsprogramms INTERREG Polen-Sachsen 2021-2027 finanziert.

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